Ich bin eine Schildkröte

Gewohnheiten verändern_Maren Zimmermann

Schon Februar? Fragte ich mich, als ich gestern in meinen Kalender guckte. Wo ist denn der Januar hin? Irgendwie ist mir der zu schnell umgegangen. Ich habe noch gar nicht alles geschafft, was ich mir für Januar vorgenommen hatte. Meine obligatorischen 2 kg, die ich um die Weihnachtszeit immer zunehme, sind auch noch nicht weg. Normalerweise sind die bis Mitte Januar schon wieder Geschichte. Dieses Jahr hat diese anscheinend ein oder zwei Kapitel mehr.

Während ich darüber nachdachte, poppte auf einmal das Bild einer Schildkröte in meinem Kopf auf (genau genommen dieses Emoji 🐢). Ich bin sehr langsam ins neue Jahr gestartet, habe viel nachgedacht, meine Pläne und Ideen überdacht, viel in mich hineingespürt. Und so bin ich wie eine Schildkröte durch den Januar geschlurft und nicht, wie die letzten Jahre, wie eine Rennmaus durch geflitzt. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir dieses Bild. Ich mag Schildkröten, die kleinen finde ich niedlich, die riesigen alten Landschildkröten sehr würdevoll.

Warum nicht mal eine Schildkröte sein?

Was passiert denn, wenn ich einen Gang runter schalte und langsamer, aber dabei bedachter unterwegs bin? Auch Schildkröten erreichen ihr Ziel. Außerdem leben sie sehr lange, da haben sie genug Zeit für alles, was sie erleben möchten, sie verpassen also nichts.

Ich finde das Bild der Schildkröte passt auch wunderbar zum Thema Ernährung. Egal ob jemand abnehmen oder seine Ernährung ausgewogener und gesünder gestalten möchte, langfristig erfolgreicher ist, wer Schritt für Schritt seine Essgewohnheiten verändert. Ja, dann dauert es eben ein bisschen länger, bis man sein Ziel erreicht hat. Oft ist es doch so, wer zu viel auf einmal will, strauchelt schnell und landet dann oft wieder bei den alten Verhaltensweisen.

Nimm dir für den Februar eine Sache vor, die du verändern möchtest.

Zum Beispiel

  1. Aufs Snacken verzichten und regelmäßig essen
  2. Einmal am Tag eine große Portion Gemüse essen
  3. Wasser als Durstlöscher trinken und die süßen Getränke weglassen
  4. Achtsam essen und gut kauen
  5. Jede Woche ein neues Rezept ausprobieren
  6. Am Tisch essen (und nicht vor dem Fernseher)
  7. Das Auto öfter stehen lassen und zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren
  8. Öfter selbst kochen und weniger Fertiggerichte kaufen
  9. Regelmäßig zum Sport gehen
  10. In stressigen Situationen kurz inne halten und tief durchatmen

Was ich im Februar verändere

Ich verzichte diesen Monat auf Zucker. Und zwar ab sofort, ich warte nicht auf die Fastenzeit. Ich hab jetzt Lust etwas zu verändern. Ich weiß, dass mir das gut tut, ich hab das die letzten zwei Jahre schon öfter gemacht. Es bedeutet für mich auch keine riesige Einschränkung, da ich ja nicht generell auf leckeres Essen verzichten muss. Vielmehr regt es meine Kreativität an, neue Rezepte zu entwickeln, da ich durchaus eine Naschkatze bin und gerne auch mal etwas Süßes esse. So ganz einfach wird es trotzdem nicht, das weiß ich jetzt schon. Auf Instagram werde ich von meiner zuckerfreien Zeit berichten und meine besten Tipps dazu verraten.

Was veränderst du im Februar? Schreib mir gern und erzähle mir von deinen Plänen.

Alles Liebe
🐢 Maren 🐢